20. November 2017

Mitgliederversammlung vom 16. November 2017

Zu Beginn der Mitgliederversammlung wurden zwei Filme über die beiden Warnstreiks in der Uniklinik und der Beschäftigten der Firma Klüh am Flughafen gezeigt.

Danach wurde über die Auseinandersetzungen zwischen den Bundesvorsitzenden und den Vorsitzenden der Linksfraktion im Bundestag sowie die entsprechende Berichterstattung in den Medien diskutiert - das Hauptthema der Mitgliederversammlung. Dazu gab es eine kurze Einführung von Kreissprecher Udo Bonn. Die anschließende Diskussion darüber verlief trotz kontroverser Stellungnahmen sehr solidarisch und respektvoll.
Als Ergebnis des Abends wurde von den Mitgliedern beschlossen, konkrete Diskussionen zu den Einzelthemen Flüchtlingspolitik und darüber hinaus das Verhältnis von Parlamentsfraktionen und Partei auf Stadt-, Landes- und Bundesebene (Stichwort: Primat der Partei oder Primat der Fraktionen) auf den nächsten Mitgliederversammlungen zu führen. Dazu soll auch jeweils darüber beraten werden, wie unsere Politik in die Öffentlichkeit getragen werden kann, um Mitglieder der Partei sowie die Bevölkerung in Düsseldorf über unsere Politik zu informieren.

Als Gäste wurden zwei Kolleginnen aus dem Reinigungsdienst am Flughafen Düsseldorf und ein Gewerkschaftsvertreter der IG Bau begrüßt, die über ihren Kampf gegen die geplanten Entlassungen von ca. 168 Beschäftigten berichteten.
Demnach sind durch die Neuausschreibung der Flughafen-Reinigung Anfang 2018 zum Firmenwechsel von der Firma Klüh zur Sasse AG zahlreiche Entlassungen von den jetzigen Beschäftigten zu befürchten. Insgesamt sind dann 168 Beschäftigte von Entlassung bedroht, so berichtete der Gewerkschaftsvertreter auf der Mitgliederversammlung
Immer mehr Reinigungskräfte erhalten von Klüh-Chefs ihre Kündigung.
Die Gewerkschaft und die Reinigungskräfte fordern, dass sie von der Firma Sasse übernommen werden – zu den bisherigen Arbeitsbedingungen. Diesen Forderungen schließt sich DIE LINKE vollumfänglich an!

Immerhin steht auf der Internetseite der Flughafen Düsseldorf GmbH: „Wir übernehmen Verantwortung – für die Gesellschaft, die Umwelt und die Arbeitswelt“.
Das darf nicht nur ein Lippenbekenntnis sein!
Denn der zur Hälfte im Besitz der Stadt Düsseldorf befindliche Flughafen muss auf die „Dienstleister“ einwirken, die gefährdeten Arbeitsplätze zu erhalten!
Diese Forderung will auch unsere Fraktion im Rat Düsseldorf einbringen und den Bürgermeister Geisel auffordern, sich in der Flughafen Düsseldorf GmbH als Hauptgesellschafter massiv für den Erhalt der Arbeitsplätze und den bisherigen Arbeitsbedingungen einzusetzen.
Mit diesen Forderungen und dem Versprechen der weiteren Unterstützung und einem gemeinsamen Bild verabschiedeten wir die IG Bau GewerkschafterInnen.