21. September 2017

Düsseldorf braucht eine Wende in der Wohnungspolitik

Eine am 21. September erschienene Studie der Hans-Böckler-Stiftung listet Düsseldorf unter den Städten, in denen die ärmsten Haushalte den bundesweit höchsten Anteil an ihren Einkommen für die Miete ausgeben müssen: 46 Prozent. Laut einer Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft von 2016 leben 21,6% der Einwohner der Landeshauptstadt unterhalb der kaufkraftbereinigten Armutsgrenze von 1016 Euro.

Hierzu erklärt Udo Bonn, Bundestagskandidat der LINKEN im Wahlkreis 106 Düsseldorf I:

"Jeder fünfte Düsseldorfer hat im Monat nur 1000 Euro oder weniger zur Verfügung. Davon muss er mittlerweile im Schnitt die Hälfte für eine bescheidene Wohnung ausgeben. Das bedeutet für sehr viele Düsseldorfer schlicht und einfach ein Leben am Existenzminimum durch Wuchermieten. Der freie Wohnungsmarkt hat vor dem Problem der Wohnungsnot völlig versagt und verschärft die Armut noch. Die Spekulation mit Luxuswohnungen treibt seit Jahren die Mieten auch für kleine und einfache Wohnungen in Düsseldorf nach oben. "

Bonn weiter:

"DIE LINKE fordert darum als einzige Partei, Immobilienspekulation sofort zu verbieten. Die Bundesregierung muss massiv in sozialen, kommunalen und gemeinnützigen Wohnungsbau investieren. Wir brauchen in Deutschland 250.000 neue Sozialwohnungen jährlich, um die Wohnungsnot in den Großstädten in den Griff zu bekommen. Mit der Zweitstimme für DIE LINKE kann Düsseldorf am Sonntag die Weichen dafür stellen dass Wohnen in Zukunft nicht mehr arm macht."