20. Juni 2017

DIE LINKE. Düsseldorf fordert breites Bündnis gegen Altersarmut

Die Gewerkschaft ver.di stellte in einem Pressegespräch am 19. Juni die Ergebnisse einer Erhebung des Eduard Pestel Instituts für Systemforschung vor. Danach beziehen rund 40 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der Region Düsseldorf ein Bruttoeinkommen von unter 2.500 Euro und weitere 6 Prozent haben nur einen Minijob. Das heißt, dass beinahe die Hälfe aller Beschäftigten in der Region (46 Prozent) weniger als 2.500 Euro brutto verdienen.

Bei dem heutigen  Rentensystem heißt das, dass hier im Jahr 2030 57,1 Prozent aller Rentnerinnen und Rentner weniger als 1.000 Euro im Monat zum Leben haben werden. Über der Hälfte der heute Beschäftigten steht also Armut im Alter bevor; insbesondere Frauen sind betroffen.

Dazu erklärt Udo Bonn, Kreisvorsitzender und Direktkandidat der LINKEN. Düsseldorf zur Bundestagswahl:

"Wenn beinahe die Hälfe aller Beschäftigten in der Region weniger als 2.500 Euro brutto verdient, bedeutet das ein knappes Einkommen heute und Altersarmut später. Das ist ein Weckruf und eine schallende Ohrfeige für die Wirtschafts- und Rentenpolitik von SPD und CDU. Wir brauchen höhere Tarifabschlüsse, mehr Tarifbindung, mehr sozialversicherungspflichtige Jobs und als Grundlage einen  Mindestlohn von wenigstens 12 Euro." 

Bonn abschließend:

"Wir brauchen ein breites gesellschaftliches Bündnis gegen prekäre Beschäftigungsverhältnisse, für anständige Löhne und für ein solidarisches Rentensystem. Darum unterstützt DIE LINKE. Düsseldorf die Forderungen von ver.di. Als Bundestagskandidat der LINKEN im Düsseldorfer Norden stehe ich hundertprozentig zu dieser gewerkschaftlichen Initiative."